Alle Sinne aktiv! Wasser- und Sandspiel im Fokus der eibe Fachtagung.

Fachimpulse aus Wissenschaft und Praxis.  

„Räume für Spiel und Bewegung“ ‒ mit neuem Schwerpunktthema startet die Tagungsreihe in die zweite Runde.

Rund 40 Besucherinnen und Besucher aus Städten, Kommunen, dem Garten- und Landschaftsbau sowie der Spielplatzplanung durften wir in diesem Jahr zu unserer 2. eibe Fachtagung „Räume für Spiel und Bewegung“ begrüßen. 

Im Mittelpunkt stand diesmal das Thema Wasser- und Sandspiel ‒ ein Spielbereich, der für die Entwicklung von Kindern von zentraler Bedeutung ist und bei der Gestaltung hochwertiger Spielräume unbedingt berücksichtigt werden sollte. Unsere Referenten beleuchteten das Schwerpunktthema in ihren Fachvorträgen aus unterschiedlichen Perspektiven und boten spannende Einblicke aus Wissenschaft und Praxis. 

Die Programmpunkte des Fachtages im Überblick:

Betriebsrundgang
   durch die laufende Spielgeräteproduktion.

Prof. Dr. Rolf Schwarz
   Lebensraum öffentlicher Spielplatz – pädagogische
   Möglichkeiten und Entwicklungseffekte von Wasser und Sand.

Christopher Moll (eibe Key Account Manager und Fachberater)  
   Spielplatzplanung – von der Idee bis zur Umsetzung, Schwerpunkt Wasserspiel.

Andreas Strupp (Obmann des Normenausschusses Spielplatzgeräte)
  DIN EN 1176 für Spielplätze und Spielplatzgeräte, Schwerpunkt Wasserspiel.

Thomas Weger (Marketingleiter)
   Nachhaltigkeit & Zirkularität bei eibe.

Aufgrund von Umbauarbeiten in den Schulungsräumen unseres eibe Competence Centers fand die Veranstaltung in diesem Jahr in der „Alten Schule“ der Stadt Röttingen statt. Die bestens ausgestatteten Räumlichkeiten in dem denkmalgeschützten und vorbildlich restaurierten Gebäude waren in nur wenigen Gehminuten vom eibe-Firmengelände aus erreichbar ‒ eine perfekte Ausweichmöglichkeit mit besonderer Atmosphäre.
Unser Dank gilt der Stadt Röttingen und dem Rathausteam für die freundliche Unterstützung. 

Spielen, erfahren, lernen ‒ mit allen Sinnen.

Prof. Dr. Rolf Schwarz von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe forscht seit vielen Jahren zur entwicklungspädagogischen Gestaltung von Bewegungs‑, Spiel‑ und Sporträumen. Er unterstützt Kommunen und Bildungseinrichtungen bei der Planung und Bewertung von Spielplätzen, Kita‑Außengeländen, Schulhöfen und Bewegungsparks.

In seinem Vortrag „Lebensraum öffentlicher Spielplatz – pädagogische Möglichkeiten und Entwicklungseffekte von Wasser und Sand“ zeigte Prof. Schwarz eindrucksvoll, welche zentrale Rolle Wasser- und Sandspiel für die kindliche Entwicklung spielen. Mit wissenschaftlicher Tiefe gab er dem Fachpublikum wertvolle Anregungen für die Planung von Spielräumen und betonte eindringlich, wie wichtig es ist, diesen Spielbereichen ausreichend Raum zu geben. 

Spielplatzplanung – von der Idee bis zur Umsetzung.

Wie entsteht ein Spielplatz, der Auftraggeber, Betreiber und vor allem die Kinder komplett begeistert?
Mit dieser Leitfrage eröffnete eibe Fachberater und Key Account Manager Christopher Moll seinen Vortrag.
Als Mitglied des eibe Projekt-Teams mit langjähriger Erfahrung gab er einen tiefen Einblick in die Planung und Umsetzung großer Spielplatzprojekte. Am Beispiel des neuen Wasserspielplatzes am Wasserwerk Köln-Westhoven der RheinEnergie AG zeigte er, wie sich aus einer ersten Idee ein ganzheitliches, pädagogisch wertvolles und gestalterisch überzeugendes Spielumfeld entwickelte.

Christopher Moll erläuterte die zentralen Ansätze des eibe Planungsprozesses – von der ersten Beratung über die Konzeptentwicklung, Geräteauswahl und Landschaftsplanung bis hin zur finalen Umsetzung. Besonders hob er die enge, kooperative Zusammenarbeit mit dem Kunden hervor. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es eibe ist, fachliche Expertise, kreative Gestaltung, technisches Know-how und pädagogische Qualität zu verbinden, um Spielräume zu schaffen, die nachhaltig begeistern.

Das Wasserwerk in Porz-Westhoven ist einer der außerschulischen Lernorte der Wasserschule, welche die RheinEnergie gemeinsam mit dem Wasserforum Köln und den Stadtentwässerungsbetrieben Köln betreibt. Der neue Wasserspielplatz wurde am 23. März anlässlich des Weltwassertages mit einem großen Familienfest eröffnet. 

Der sichere Wasserspielplatz – Normen und Empfehlungen.

Andreas Strupp, Obmann für Spielplatzgeräte des Normenausschusses DIN NA 112-07-01 AA, verantwortet bei eibe die Bereiche Produktsicherheit, Normung und Qualitätssicherung. Er verfügt über umfassende Expertise in allen sicherheitsrelevanten Fragen rund um Spielplätze und Spielplatzgeräte.

In seinem Vortrag zeigte er einen Überblick über die Inhalte und Anforderungen der Spielplatzgerätenorm DIN 1176-1, der DIN 18034 sowie der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, insbesondere im Hinblick auf Wasser- und Sandspielplätze. Zu den vielfältigen sicherheitsrelevanten Aspekten zählen typische Gefahren wie Sturzrisiken, Fang- und Quetschstellen, aber auch Ertrinkungsgefahren und die Wasserqualität.

Andreas Strupp machte deutlich: Ein Spielplatz wird erst dann zu einem unbeschwerten Erlebnisort für Kinder, wenn er sicher geplant, fachgerecht gebaut und regelmäßig inspiziert und gewartet wird. Bei aller notwendigen Sorgfalt hinsichtlich Spielplatzsicherheit, betonte er zugleich die Bedeutung von Risikoakzeptanz und Spielwert ‒ denn nur wo Kinder Herausforderungen erleben dürfen, entsteht echtes, wertvolles Spiel. 

Was tut eibe für Natur und Umwelt?

Der Nachhaltigkeitsgedanke bei eibe basiert auf dem Zusammenspiel von sozialer, ökologischer und ökonomischer Verantwortung. Thomas Weger umriss in seinem Referat die lange Historie des Umweltengagements des Unternehmens, stellte erreichte Ziele und aktuelle Aktivitäten vor und zeigte, wie konsequent das Unternehmen seit Jahrzehnten auf nachhaltige Lösungen setzt. 

Ein besonders bedeutender und in der Branche einzigartiger Meilenstein ist die Zertifizierung „Zirkuläres Produkt“ durch ein unabhängiges Prüfinstitut. Sie schafft maximale Transparenz über das umweltfreundliche Handeln des Unternehmens und liefert anhand eines Zirkularitätsindex vergleichbare Werte zu CO₂‑Emissionen, dem Anteil nachwachsender Rohstoffe und dem Recyclingmaterial jedes einzelnen Produktes. 
Damit wird Nachhaltigkeit nicht nur sichtbar, sondern messbar – und zu einem integralen Bestandteil der Produktqualität. 

Im Dialog ‒ Wissen teilen, Perspektiven erweitern.

In den Pausen zwischen den Vorträgen und zum Abschluss der Fachtagung bot das Format den Teilnehmerinnen und Teilnehmern – begleitet von kulinarischen Köstlichkeiten – Gelegenheit zum Austausch untereinander und mit den Referenten. In diesen Gesprächen entstanden neue Impulse, vertiefte Einsichten und ein lebendiger Dialog, der die Veranstaltung sowohl fachlich als auch menschlich bereicherte.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern für ihre Teilnahme an der 2. eibe Fachtagung zum Thema „Räume für Spiel und Bewegung“. Ebenso gilt unser Dank unseren Referenten, die mit ihren Vorträgen fachliche Expertise, neue Impulse und wertvolle Inspirationen mit auf den Weg gegeben haben. Wir freuen uns darauf dieses Format gemeinsam mit Ihnen fortzuführen.

Sie interessieren sich für Spielplatzplanung, Sicherheit, Materialien, Pädagogik sowie Nachhaltigkeit auf dem Spielplatz?

In unserem Blog finden Sie dazu viele spannende Beiträge, Tipps und jede Menge Expertenwissen.

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