Die richtigen Spielgeräte für den Schulhof – für sicheres Spiel.

17. Januar 2019

Die Wahl der richtigen Spielgeräte für den Schulhof ist äußerst wichtig, um die Sicherheit von Schülern zu garantieren. 10 Millionen Kinder und Jugendliche verbringen bundesweit 5 x die Woche einen Großteil ihres Tages in allgemeinbildenden Schulen. Dass dort auch ab und zu mal etwas passiert, ist absehbar. Sportunterricht und Pausenhöfe sind das Unfallrisiko Nummer eins. Kein Wunder, dass an manchen Schulen Toben und Rennen in Gängen oder auf dem Schulhof nicht gerne gesehen werden. Dabei ist Bewegung wichtig und trägt maßgeblich zu einer besseren Konzentration und Entwicklung von Kindern bei. Sobald der Pausengong ertönt, strömen Massen an Schülerinnen und Schülern ins Freie um sich auszutoben. Perfekt, wenn dies in einem naturnahen, durchdachten Pausenhof mit vielfältigen Bewegungs-, Aufenthalts- und Rückzugsmöglichkeiten passiert. Doch Spielanlagen auf Schulhöfen bedürfen einer besonders sorgfältigen Planung, um die Sicherheit der Spielenden zu gewährleisten. Denn im Gegensatz zu anderen Bauten herrscht auf dem Pausenhof Dauerbetrieb unter Höchstauslastung.

Eine falsche oder halbherzige Pausenhof-Planung erhöht die Unfallgefahr

Es macht Sinn Spielgeräte für den Schulhof gleich unter Einbezug der Kinder zu planen. Doch ein solches Vorgehen sollte auch professionell angegangen werden. Wenn sich Kinder unbewusst von Eltern unter Druck gesetzt fühlen, entscheiden sie sich mitunter für Geräte, die sie gar nicht wollen. Die Folgen: Sie werden entweder gar nicht oder unsachgemäß genutzt. Auch Spielanlagen ohne wirklichen Spielwert provozieren eine Zweckentfremdung – in beiden Fällen liegt eine Fehlplanung vor, die sich auf die Sicherheit der Kinder auswirkt. Dazu müssen Planer auch die Nutzergruppen mitdenken. Wenn der Schulhof außerhalb der Schulzeit auch öffentlich genutzt werden darf, muss dieser entsprechend auch ohne Aufsicht sicher bespielbar sein.

Spielanlagen müssen auf die unterschiedlichen Altersgruppen abgestimmt sein

Planer sollten Spielgeräte für den Schulhof auf das Alter und die Fähigkeiten der Kinder anpassen. Zu viel elterlicher Ehrgeiz führt zum Beispiel schnell zur Überforderung der Kinder. Diese nutzen die Geräte vielleicht nur aus Gruppenzwang oder zweckentfremden diese, weil der eigentliche Nutzen ihre Fähigkeiten übersteigt. Dazu ist eine räumliche Trennung von Spielgeräten für unterschiedliche Altersgruppen äußerst wichtig. Ein Gerät für ältere Kinder hat in dem Anlagenbereich für jüngere nichts zu suchen – es verleitet wiederum zu einer Fehlnutzung und erhöht das Sicherheitsrisiko.

Für jeden Anlagenbereich ist eine gründliche Standortplanung zwingend notwendig

Spielgeräte für den Schulhof müssen so eingerichtet werden, dass Schülerinnen und Schüler trotz überfüllter Pausenhöfe noch sicher spielen können. Kinder dürfen nicht aus Versehen zum „Fallschutz“ von denjenigen werden, die sich auf den Geräten befinden. Auch eine Kollisionsgefahr von beweglichen Elementen, selbst bei intensiver Nutzung, muss ausgeschlossen werden: Gerade auf räumlich begrenzten Schulhöfen droht die Gefahr, dass beispielsweise beim Spiel mit Bällen andere Kinder zum beweglichen Ziel werden. Ballfanggitter und Abschirmungen gehören in diesem Fall zum Schutz der Kinder unbedingt dazu. Grundsätzlich müssen Bewegungsbereiche mit einem Fallschutz ausgestattet sein – wie zum Beispiel unter Klettertürmen. Eine asphaltierte Fläche birgt selbst auf Freiflächen ein viel höheres Verletzungsrisiko als ein Rasen oder ein anderer entsprechender Bodenbelag.

Spielgeräte für den Schulhof: Regelmäßige Inspektionen sind Pflicht

Die hochfrequentierte Nutzung von Schulhof-Spielanlagen durch eine Vielzahl an Kindern erfordert regelmäßige Sicherheitskontrollen. Die statische Integrität von Gerüsten ist durch den häufigen Gebrauch besonders anfällig und der Materialverschleiß höher. Vor allem naturnahe Pausenhöfe sollten Betreiber pflegen und warten so oft es geht – Fäulnis und Verrottung sind gerade bei Holzmaterialien eine Gefahr und erhöhen das Unfallrisiko. Für Schulen empfiehlt es sich deshalb gleich bei der Wahl des Spielanlagenvertreibers auf Zertifizierungen, wie die DIN EN 1176 zu achten: Denn diese Spielplatzgerätenorm stellt von vornherein sicher, dass alle Spielgeräte für den Schulhof den gängigen Sicherheitsstandards entsprechen. Auch regelmäßige Kontrollen der Anlage verlangt das Prüfzeichen.

Wer haftet bei einem Unfall auf dem Pausenhof?

Die Spielgeräte für den Schulhof sind gewählt, alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen und trotzdem kommt es zu einem Unfall? Keine Sorge, auch mit den besten Sicherheitsvorkehrungen sind Unfälle auf dem Schulhof nicht komplett auszuschließen. Doch wer haftet, wenn etwas passiert? Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales sichert die gesetzliche Unfallversicherung Schüler und Schülerinnen, während der Schulzeiten umfassend ab. Auch in den Pausen kommt der gesetzliche Unfallversicherungsschutz zu tragen, solange das Kind sich innerhalb des Schulgeländes aufhält – dazu zählt auch der Schulhof. Selbst bei Aktivitäten wie Inline-Skaten oder Schneeballschlachten, die mitunter von der Schulleitung verboten sind, bleibt der Versicherungsschutz bei einem Unfall auf dem Pausenhof bestehen.

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